Dreadart ist bei den aufgeführten Netzwerken verteten.
Schau doch mal auf meinen Profilen vorbei. Es lohnt sich gleich doppelt! Manchmal werden spontan Termine frei, oder es gibt was zu gewinnen. Auch hast Du so die Gelegenheit mehr über mich und Dreadart zu erfahren, dir stets aktuelle Fotos anzusehen und mich zu deinem Freundeskreis hinzuzufügen.

Anleitung zum Dreadlocks selber machen

Dreadlocks selber machen: Eine professionelle Anleitung

Es gibt viele Methoden mit denen Leute versuchen sich selber Dreadlocks zu machen. Manch einer nimmt ganz viel Wachs, ein anderer Haarspray, Frisöre nutzen gerne Chemikalien und im Internet wird oft über Backcombing und die so genannte Srähnchenmethode geschrieben.

Was ist aber nun die beste Möglichkeit sich selber Dreadlocks zu machen? Was hält auch dauerhaft und was führt eher zu Schimmelbildung?

Nun eins vorweg:

Du solltest dich fragen was genau Du dir für Dreadlocks wünschst. Sollen diese eher natürlich oder eher perfekt gleichmäßig sein?
Besteht nämlich der Anspruch auf ein besonders gepflegtes Äußeres und möchtest Du ein ganz bestimmten Look, so solltest Du besser davon absehen, deine Haare im Selbstversuch zu dreadden.

 

Für alle die mutig genug sind ein wenig mit Ihren Haaren zu experimentieren hier ein paar Infos:

1. Wachs ist absolut tabu und hat in Dreadlocks ebenso wenig verloren wie Zitronensaft, Zuckerwasser, Honig oder Öl. Ähnlich wie alle anderen organischen Substanzen kann Wachs schimmeln. Wachs verklebt die Haare und behindert sogar das Verfilzen. Mit Wachs erstellte Dreadlocks kleben und sammeln somit Schmutz, Staub und Milben in diesen an. Diese Rückstände können dann leider nicht mehr durch das Waschen der Haare entfernt werden. Schließlich verhindert der Dreadwachs auch das Eindringen von Wasser in die Dread.

2. Haarspray: Hält nicht! Ein, zwei mal gewaschen und die frisch gezwirbelten Dreads öffnen sich wieder. Für einen Abend oder einen Partyspaß ganz okay. Mehr aber auch nicht.

3. Mit Dauerwellen Chemikalien zu experimentieren kann für den Leihen schon mal gefährlich werden. Überlasst dass lieber dem Frisör. Abgesehen davon dass mit so genannten „Verfilzungsbeschleunigern“ erstellte Dreadlocks nicht lange halten, schadet die Chemie den Haaren sehr stark. Fazit: Nichts für die Heimanwendung. Dreadlocks machen zu lassen beim Frisör ist überteuert und leider halten die Dreads dennoch nicht.

4. Die Backcombing Methode:
Zunächst teilst Du alle Haare auf deinem Kopf in Sektionen ein. Die Größe und Anordnung der Sektionen ist später bestimmend für die Größe und den Stil deiner Dreadlocks. Größere Sektionen=Dickere Dreadlocks. 1,5 mal 1,5 cm sind in etwa eine prima Ausgangsbasis für eine mitteldicke Dreadlock. Sind die Sektionen erst einmal eingeteilt nimmst Du dir einen feinen, stabilen Kamm zur Hand. Damit kämmst Du dir dann die erste von vielen Haaresträhnen langsam vom unteren Ende gegen den Strich zum Kopf hin. Das ganze nennt sich auch tupieren. Durch eben dieses stetige tupieren bildet sich eine verknotete Haarsträhne. Achte darauf dass diese Strähne möglichst gleichmäßig verknotet und auch ebenmäßig im Durchmesser ist. Besonders am Ansatz solltest Du acht darauf geben, dass dieser gut verfilzt.
Ist die erste Strähne geschafft kannst Du dich mit den nächsten 40 oder 50 beschäftigen. Und dass ist erst der erste Schritt zu Deinen Dreadlocks. Es folgt das Häkeln! (siehe unten)

5. Die Strähnchenmethode:
Ähnlich wie bei der Backcombing Methode werden zunächst einmal alle Haare in einzelne Sektionen eingeteilt. Warum und wie kannst Du unter Punkt 4 (siehe oben) nachlesen.
Sind die Strähnen erst einmal eingeteilt, so kann die Arbeit beginnen. Du nimmst dir also das Ende einer Haarsträhne. Den untersten Zentimeter der Haare verzwirbelst Du nun zwischen deinen Fingern. Gerade so, dass sich die Haare mit einder überkreuzen. Ist dies geschehen greifst du die Strähne am untersten Ende, teilst diese in zwei und ziehst beide Haarpartien auseinander. Vorsichtig und behutsam ziehst Du bis der zwischen den Strähnen entstehende Knoten in Richtung deiner Kopfhaut wandert. Eventuell wird es notwendig sein nochmals ein wenig höher nachzugreifen und die Strähne wiederholt in verschiedene Richtungen auseinander zu ziehen bis der Ansatz der Strähne verfilzt ist.
Sobald der Ansatz mit der Strähnchenmethode verfilzt wurde verzwirbelst Du erneut die Haare der selben Strähne ganz am Ende und ziehst immer wieder und wieder die Haarsträhnen gegeneinander und in verschiedene Richtungen. Machst Du deine Arbeit richtig, so bildet sich ähnlich wie bei der Backcombing Methode eine Art gleichmäßig Dicker Knotenturm der vom Haaransatz bis runter zur Spitze der Strähne reicht.

6. Backcombing Methode vs. Strähnchenmethode:
1:0 Die Backcombing Methode ist einfacher in der Anwendung
1:1: Die Dreads verlieren bei der Strähnchenmethode nicht so sehr an Länge
1:2 Die Strähnchenmethode erlaubt es festere Dreadlocks zu erstellen
1:3 Durch die Backcombing Methode brechen leider stets einige Haare ab. Die Dread ist wird später schneller fusselig.

7. Egal ob Du nun deine Haare mit der Backcombing Methode oder der Strähnchenmethode gedreaddet hast, was noch fehlt ist das vollständige Verhäkeln deiner Dreadlocks. Zu diesem Zeitpunkt siehst Du wahrscheinlich noch ziemlich stuppig auf dem Kopf aus. Mit einer Häkelnadel, viel Zeit und ein wenig Übung schaffst Du dir da nun Abhilfe:
Zunächst einmal besorgst Du dir die passende Häkelnadel. 1,5 mm sind für Anfänger prima geeignet. Manch einer benutzt auch ganz dünne 0,6mm Nadeln. Andere kommen mit 2,0 mm besser zu recht. Meine Empfehlung wären die 1,5 oder 1,25mm für Anfänger der Häkelkunst.
Mit der Häkelnadel deiner Wahl bewaffnet begibst Du dich also ans Werk. Am Ansatz einer Dread sammelst Du loose Haare und zwirbelst diese zwischen deinen Fingern zu einer Art Faden. Eben genau an der Stelle wo dieser Faden ist stichst Du mit deiner Häkelnadel durch die Dread. Nicht durch irgendeine Dread, sondern eben genau die Dread welche den eben gezwirbelten Haaren am nächsten ist. Die Häkelnadel schiebst Du also durch die Dread und wickelst nun die kleine Strähne loser Haare um die Nadelspitze. Die losen Haare werden nun mit Hilfe der Nadel durch die Dread gezogen. Und zwar immer wieder, hin und her. Umso kürzer die Abstände zwischen den Einstichpunkten, desto fester das Resultat deiner Arbeit. Häkelst Du zu grob werden die Haare schnell wieder aus der Dread rausflutschen und deine Arbeit war vergebens.
Wie beschrieben verhäkelst Du nun all deine Dreads vom Ansatz zur Spitze hin. Stets sammelst Du zunächst lose Haare, zwirbelst diese zwischen Deinen Fingern zu eine Art Faden, stichst die Nadel durch die Dread, wickelst die Haare um die Nadelspitze und ziehst sie dann durch die Dread.
Die Dreads werden durch das Verhäkeln erst richtig fest und ordentlich.

Achtung: Die Strähnchenmethode und auch das Häkeln sind anfangs recht kompliziert. Selbst die Backcombing Methode benötigt einiges an Übung um ein gleichmäßiges Resultat erzielen zu können. Achte bei allen Arbeitsschritten auf eine bedachte und behutsame Durchführung. Berechne einiges an Zeit zum Üben und zum Dreadden deiner Haare ein. Oftmals benötigen Anfänger 72 Stunden und länger um auch nur halbwegs ansehnliche Resultate zu erzielen.

Finger weg vom Dreadwachs und anderen Substanzen von denen Dir eventuell gesagt worden ist, dass sie deine Dreads zum verfilzen bringen würden. Wie eingangs beschrieben ist dass nicht nur teuer sondern alles in allem auch ziemlich ekelhaft. Wenn Du nun mutig bist, eine Menge Zeit un ein paar Hilfsbereite Freunde hast, so rate ich dir Meine Anleitung zu beachten. Vielleicht probiest Du zunächst einmal beide Dread-Methoden aus. Sich selber Dreadlocks zu machen kann viel Spaß machen, bedarf aber neben viel Ausdauer und Fingerspitzengefühl auch den Mut dazu später mit weniger „salonfähigen“ Dreadlocks durchs Leben zu schreiten.

Für Rückfragen und Hilfe in Notfällen stehe ich stets zur Verfügung.

Gutes gelingen und bis bald
Ananda

 

Dir gefällt dieser Artikel? Dann zeig es auf Facebook indem du auf "Gefällt mir" klickst.

?

Geschrieben am 11. November 2011

du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

13 Reaktionen zu “Anleitung zum Dreadlocks selber machen”

  1. lena sagt:

    Hey, also gegen das wachs kann ich mich auch nur aussprechen… hilft nicht und man hat einen ziemlichen klumpen auf dem Kopf, was dann ziemlich doof ist, wenn man z.B. mit Kindern in Sandkisten zu tun hat… Mir hatte das jemand am Anfang empfohlen… kann ich aber nicht weiterempfehlen.
    Ich hab meine Dreads auf ganz natürliche Weise bekommen. Also mit warten 🙂 es dauert allerdings mindestens 1 Jahr, bis die Haarpracht nach was aussieht.. Aber dafür sieht es jetzt toll aus. Natürlich sind die Dreads nicht super gleichmäßig aber ich mag es so. Alle halbe Jahr versuch ich mich jetzt dadran, meine Ansätze mit der Häkelnadel zu verfilzen.. und wow ist das anstrengend!! Ich habe schließlich 73 kleine Zöpfe auf dem Kopf!! Mitlerweile klappt es aber ganz gut!
    Ich wünsch euch viel Spaß mit euren Dreads.. aber habt Geduld! die brauchen meist ein bisschen bis sie so richtig gut aussehen 🙂

  2. Torben sagt:

    Hey,
    ich hab mir meine Dreads wie folgt gemacht:
    – die Ansätze einteilen und mit Backcombing machen
    – restlichen Haarteil mit der Strähnchenmethode
    Vorteil: die Ansätze werden ziemlich rund, die Dread ziemlich gleichmäßig
    Nachteil: am Ansatz stehen ganz viele Haare raus, die man auch kaum weggehäkelt kriegt, egal wie lange man es versucht…
    Zum Wachs kann ich mich nur anschließen, die werden dann anchm Waschen einfach nciht trocken, stehen seltsam ab und sehen echt eklig aus.
    Meine Dreads sind jetzt n 3/4 Jahr alt und sehen so langsam nach was ordentlichem aus (bischen kurz noch 😉 ) – ich häkel sie aber auch KOMPLETT 2-3 Mal PRO WOCHE!
    Viel Glück und viel Spaß euch beim erstellen eurer Mähne 🙂

  3. Herr Gruen sagt:

    So doof es klingt, passt mit den Haekelnadeln ein bisschen auf, speziell wenn es feine „spitze“ sind und ihr vor eurem Gesicht arbeitet (tut man ja oft um zu sehen, was man macht). Falls ihr irgendwie abrutscht kann der Haken richtig gut unter der Haut festsitzen. Hatte da einen ziemlich absurden Unfall ueber den ich heute lachen muss aber ich musste mit 2 Stichen an der Nase genæht werden. Die Aerzte fanden das uebrigens auch sehr amuesant … Kenne auch jemanden der sich mit einer Haekelnadel am Finger verletzt hat.

    Schicke Seiten sonst.

  4. Anja sagt:

    Meine Haare sollen bald zu Dreadlocks werden.
    Auf dei er Seite rätst du von verfilzenden Chemiekalien ab.
    Wie steht es mit Kieselerde, um die frischen Dreads noch mehr zu verfilzen? Rätst du davon auch ab?

  5. Claudine sagt:

    Mir musste man ne 0,6er Häkelnadel aus dem Daumen operieren, weil ich ausgerutscht bin und mir das Teil bis zum Knochen reingejagt hab. Also besser vorsichtig sein was die Stochermethode angeht^^
    PS: Schöne Seite 🙂

  6. nici sagt:

    und los gehts, thx. gg

  7. chaosworld sagt:

    Hi,
    Bitte hilf mir. Ich hab seit ca.4 jahre dreads und bin total zufrieden.habs mir bei einer sehr guten frisörin machen lassen aber ich benötige eine genaue anleitung wie ich den ansatz nachhäkeln kann ohne dass sich der dread beginnt zu teilen,wie verhinder icb das? Habs schon probiert indem ich den nachwuchs am ansatz rauftoppiere u.dann mit der häkelnadel durchzieh,aber da hat sich der dread schon geteilt. Is das normal u.vermeide ich das wenn ich beim zweiten nachhäkeln durch diese „teilung“ durchziehe?! Bitte,bitte ich brauch unbedingt eine gute Lösubg. Vielen lieben Dank
    Sybille

  8. Dena sagt:

    sehr gutes ergäbniss am ende.
    es dauert zwar ein weilchen aber es lohnt sich

  9. DieZa sagt:

    Meine Eltern sind total gegen die Dreads. Ich bin mir allerdings absolut sicher sie machen zu lassen. Oft haben Eltern da was einzuwenden. Weiß Gott wieso. Und an alle, die das lange Überreden satt haben. Nissenkamm in die Hand und los gehts! Bin schon gespannt, wie die Reaktion meiner Alten aussehn wird. 😀

  10. Mali sagt:

    Hi:)
    Danke für die detaillierte Anleitung! Ich will mir bald wegen der Kosten selber Dreads machen. Aber das mit den „72 Stunden und mehr“ hat mich jetzt doch ganzschön geshockt;). Dauert es wirklich so lang, wenn Freunde mithelfen?

  11. dreadart sagt:

    hey malina, entschuldige bitte die verspätete antwort. ich hoffe das du mitlerweile schöne dreadlocks hast. wie lange hast du denn gebraucht um dir deine dreadlocks selber zu machen?

  12. Helene sagt:

    Hallo, danke für die gute Anleitung! Ich hätte aber noch eine Frage, du schreibst nichts von der Einteilung der Haare… Ich habe da so sachen mit Waben und Rauten und so gesehen und wüsste gerne genauer wie das geht 🙂 Ich habe mir gedacht ich würde gerne fürs erste mit einem oder zwei Dreads anfangen, wo wäre es denn klug die zu platzieren, damit sich das gut ausgeht wenn man die restlichen Haare dann später filzt? Ich freu mich schon auf eine Antwort, lg Helene

  13. dreadart sagt:

    Hallo liebe Helene,
    ob Wabe/Raute, oder Viereck. Die richtige Anordnung der Sektionen ist wichtiger als deren Form, solange sie gleichmäßig groß sind. Man sollte immer darauf achten, dass die Dreads nicht wie eine Art Schauchbrett-Muster angeordnet werden. Somit sieht man zwischen den Dreadlocks nicht so viel Kopfhaut.
    Wenn du mit ein, oder zwei Dreads anfangen willst, so würde ich die im Nacken, oder hinter den Ohren platzieren.

Schreibe mir


top
Facebook Terminwunsch? Fragen? Blog Community