Dreadart ist bei den aufgeführten Netzwerken verteten.
Schau doch mal auf meinen Profilen vorbei. Es lohnt sich gleich doppelt! Manchmal werden spontan Termine frei, oder es gibt was zu gewinnen. Auch hast Du so die Gelegenheit mehr über mich und Dreadart zu erfahren, dir stets aktuelle Fotos anzusehen und mich zu deinem Freundeskreis hinzuzufügen.

Die Geschichte von Disteln und Dreadlocks

Oftmals bin ich gefragt worden „ob ich sonst noch was mache“ oder „ob das wirklich meine Arbeit ist“. Dreadart ist mein Werk,  Teil meines Leben und ein gutes Stück Selbstverwirklichung. Ich liebe und ich lebe es Dreadlocks zu machen.

Wie es dazu kam, dass ich es mir zur Lebensaufgabe gemacht habe, schöne Dreads zu basteln und wie Dreadart entstanden ist, dass könnt Ihr den folgenden Zeilen entnehmen.

Angefangen hat alles damit, dass ich mir im Alter von 17 Jahren bei einem Frisör in Münster, NRW für sehr „viel Geld“ Dreadlocks machen lassen habe. Bereits seit einigen Jahren hatte ich lange Haare und wollte eine Veränderung in meinem Leben, weder kurze noch lange Haare wollte ich tragen, jetzt wollte ich mir Dreads wachsen lassen.

Dreadlocks verkörperten für mich in diesem Moment den willentlichen Ausdruck des Anderen, der sichtbaren Ablehnung einer Gesellschaftsform, einer Vorliebe für Reggae, wie auch Punk und meiner persönliche Freiheiten.

Die ersten Woche war ich mit dem Resultat der Arbeit des Frisörs recht zufrieden. Mir wurde gesagt, dass ich die Dreads erst nach einem Monat waschen sollte und mit Dreadwachs mußte ich sie stets behandeln. Nachdem ich mir meine klebrigen „Dreads“ dann endlich gewaschen hatte, so waren leider nicht viel mehr als zottelige Haarsträhnen von diesen übrig.

Für die jüngeren unter Euch wird es nicht so leicht vorstellbar sein, dass das Internet vor zehn Jahren noch nicht allgegenwärtig und allumfassend gewesen ist. Es gab weder Dreadlocks Spezialisten, noch gab es Dreadforen oder Video Tutorials.
Das Wort „googlen“ gab es damals beispielsweise noch nicht…

Als jugendlicher Kleinstadtbewohner hatte also meine Schwierigkeiten heraus zu finden, wie ich aus meinen Zotteln nun selber schöne Dreadlocks machen könnte –  probierte somit (fast) alles aus.

Dankbar nahm ich jedwede Ratschläge an, welche mir gegeben wurden:
Ich versuchte mich mit Zahnpasta, sowie Nadeln und Faden an meinen Haaren. Ich war bereit alles zu tun,  nur um diese nicht abschneiden zu müssen. Doch nichts was ich versuchte half so richtig.

Das vom Frisör empfohlene Dreadwachs weg zu lassen und meine Haare mit Kernseife zu waschen, dass waren wohl die erste von vielen Schritten eines mühsamen Weges Richtung Dreadlocks.

Als ich dann eines Tages im Arbeitszimmer meiner Mutter eine Häkelnadel entdeckte, war das wie eine Erleuchtung!
Endlich hatte ein ein Werkzeug und somit eine Möglichkeit gefunden die ganzen losen Haare in meine Dreads einzuarbeiten.
Nur lernen, wie ich richtig mit der Häkelnadel umzugehen habe, welche Größe sich am besten eignet und dergleichen, ja dass mußte ich noch.

Und uch wenn es lange dauerte, so gelang es mir letztlich aus meinen Haaren Dreads zu formen, die ihrem Namen Ehre machten.

Etwa drei Jahre später, also etwa im Alter von 20 jahren hatte ich nicht nur schöne Dreads, sondern auch bereits vielen mir Bekannten und Freunden ihre Haare gedreaddet.

Pina war damals die erste, an der ich mich versuchen durfte und wie ich mich erinnere dauerte das Dreadden ihrer Haare viele Tage.

Übung macht den Meister

Das erste Mal das ich einer Person an nur einem Tag Dreads gemacht habe, dass war 2003 in Neuseeland.
Es war eine Qual für uns beide und selbst nach 14 Stunden war ich mit dem Ergebnis noch nicht so richtig zufrieden. Diese Erfahrung stellt eine wichtige Lektion für mich dar und bis heute zehre ich davon:

Schöne Dreads, so wie jede Form der Kunst, brauchen Zeit um zu entstehen UND einen Künstler der ohne Zeitdruck zur Tat schreitet.

Die Gründerzeit – Auf Reisen

Nachdem ich mein Abitur gemacht und den Zivildienst absolviert hatte, bin ich für ein Jahr nach Neuseeland geflogen.

Dort zog ich dann ohne Plan per Anhalter durch die Gegend. Ich hatte mich dagegen entschieden meine Zeit mit dem ausführen von Jobs zu verbringen, welche ich auch in Deutschland meinen Alltag bestimmt hatten. Mir stand der Sinn nach etwas Neuem.

Ich habe auf riesigen Feldern Distelstauden ausgegraben, Lehmhütten gebaut, Peter Jackson – dem Macher von „Herr der Ringe“ – einen Steingarten angelegt, in einem fahrbaren Restaurant gearbeitet, an einer freien Universität Fotografie unterrichtet und noch vieles mehr. All das war interessant und lieferte viele neue Eindrücke, doch leider waren die Tätigkeiten zum einen sehr zeitaufwendig und zum anderen meist nur schlecht bezahlt.

Nach einigen Monaten dann traf ich ein paar Leute der so genannten Gypsy Fair.

Sofort war ich von deren wundervollen Wohnmobilien und diesem fremdartigen Lebensstil beeindruckt.  Kurzum bin ich für einige Monate mit  diesen Leuten durch Neuseeland von Markt zu Mark, von Stadt zu Stadt gereist und habe dort Dreads gemacht. Das Leben war bunt und unbeschwert zu dieser Zeit.

Die Idee mit dem Namen Dreadart habe ich erst im Anschluss an die Zeit mit den „Gypsys“ in einer Wohngemeinschaft in der Stadt Nelson gehabt.

Auch die erste Entwürfe für das Logo sind dort in Zusammenarbeit mit einem flüchtigen Bekannten Namens Dave entstanden.

Von nun an war es mir möglich mit einem prepaid Handy, meinem Poster und meiner Visitenkarte auf Reisen meinen Dreadservice zu bewerben.

Immer wieder traf ich auf interessierte Menschen die aller Orts, besonders in größeren Städten (wie etwa Auckland, Wellington, Brisbarne, Melbourne, San Francisco, London, Brüssel, Amsterdam, Berlin… ) froh darüber waren sich von Dreadart ihre Haare dreadden oder bereits bestehende Dreads reparieren lassen zu können.

Auf zu neuen Ufern

Zurück in Deutschland rief ich dann schon bald die Website Dreadart.de ins Leben. Durch das Studium der Fächer Kommunikationswissenschaften und Soziologie rückte das Dreadden für einige Zeit in den Hintergrund.  Von solchen Worten wie „Google Marketing“ und „Pagerank“ hatte ich bis dato noch nichts gehört.

Dann wurde alles anders.

Ich bekam kein Bafög mehr und bedingt durch die daraus resultierenden finanzielle Schwierigkeiten wurde es folglich notwendig Dreadart neu zu überdenken und konzeptionell voran zu treiben.

Viele liebe Menschen haben Dreadart geformt und die Grundlage für all Jenes geschaffen, was noch kommen wird – haltet die Augen auf und schaut regelmäßig auf der Seite vorbei! Es wird noch viel passieren!


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